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 Betreff des Beitrags: Bettnässen in der Kindheit - wie war es bei euch?
BeitragVerfasst: Mi Nov 30, 2016 13:09 
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Hallo an alle!

als Kinder, die Bettnässer waren, haben wir vermutlich alle das gleiche mitgemacht.

Mich würde interessieren, wie es bei euch gewesen ist.

Ich erinnere mich sehr gut an diese Zeit, war sie doch ein weniger schöner Teil und für uns bettnässenden Kinder teilweise eine große Last.
Bettnässen durfte es in unserer Familie nicht geben und wurde somit totgeschwiegen.

Da es zu meiner Zeit leider noch keine “Pampers“ gab, musste ich jeden Abend eine Stoffwindel und darüber eine Gummihose anziehen.
Ständiges Wundsein war an der Tagesordnung.
Und so dicht wie heute die Einwegwindeln sind bzw. die Flüssigkeit aufnehmen, konnte eine Stoffwindel selbst mit Gummihose nicht sein; die Flüssigkeit suchte sich einfach ihren Weg.

Bevor meine Eltern ins Bett gingen, wurde ich als Kind noch einmal abgehalten (auf die Toilette gesetzt) und somit aus dem Tiefschlaf gerissen.
Meistens war ich zu dieser Zeit schon nass und die Windel musste gewechselt werden.
Trotzdem war das Bett am nächsten Morgen meist wieder nass.
Fast täglich musste die Bettwäsche trotz Gummilaken abgezogen und gewaschen werden.
Natürlich kann ich heute verstehen, dass meine Eltern darüber nicht begeistert waren.

Als ich dann älter wurde, so etwa mit Beginn der Schulzeit, wurde ich von Arzt zu Arzt geschickt.
Selbst mehrere Krankenhausaufenthalte, bei denen ich auf den Kopf gestellt wurde, brachten keine Besserung.

Als Teenager wurde ich zu Psychologen geschickt, womit aus heutiger Sicht die Qual noch einmal gesteigert wurde.

Als Teenager hat man nämlich andere Probleme, als ständig dem Psychologen Fragen zu beantworten, wie oft man eingenässt hat und wieso, warum, weshalb und ob man es nicht vielleicht absichtlich gemacht hat.

Diese Zeit war für mich auch deswegen so schlimm, weil ich als Kind den Eindruck nicht beiseite schieben konnte, dass der Psychologe daran Spass hatte, mich mit seinen Fragen zu torpedieren und zu sehen wie ich mich dafür schämte.
Gebracht hat aber auch dieser ganze Firlefanz nichts.

Schlimm waren in dieser Zeit auch mehrtägige Klassenfahrten bzw. Fahrten mit Jugendgruppen.
Jeden Abend Windeln (Stoff) und Gummihose unter der Bettdecke heimlich anziehen und morgens alles Nasse auf gleichem Wege wieder auszuziehen und die nassen Windeln in gefühlte tausend Plastikbeutel einzuwickeln, in der Hoffnung, dass es keiner mitbekommt.
Ob das immer so gelungen ist, weiß ich nicht mehr, zumindest hat niemand etwas gesagt.

Und ob meine Eltern vielleicht Lehrer oder Jugendleiter vorher auf meine Probleme aufmerksam gemacht haben, weiß ich auch nicht, kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen, da Bettnässen ja nicht sein durfte.

Es dauerte bis fast zum 20. Lebensjahr bis sich das Bettnässen nach einem kleinen urologischen Eingriff erledigte.

Seit 11 Jahren bin ich jedoch wieder Bettnässer, habe jetzt allerdings den Vorteil, Einwegwindelhosen tragen zu können.
Da ich auch tagsüber Probleme mit meiner Blase habe und oftmals nicht rechtzeitig die Toilette erreiche, habe ich mich meinem Hausarzt anvertraut, der aber keine gesundheitlichen Probleme feststellen konnte.
Dabei belasse ich es auch.
Ich bekomme Windeln verschrieben, nehme dieses Angebot aber nicht an, da ich die Windeln im Internet wesentlich günstiger bekomme, wo dann auch die Qualität stimmt.

Rund um die Uhr trage ich inzwischen Windeln und fühle mich darin sehr wohl.
Es ist quasi meine Ersatzunterwäsche. Außer mir, meiner Frau, meinem Hausarzt und Euch weiß niemand, dass ich Windeln trage.

Für mich brauchen Windeln daher nicht farbig zu sein.
Wem es aber gefällt, farbige Windeln oder Windeln mit Kindermotiven zu tragen, der soll halt die Gelegenheit haben, diese zu normalen Preisen zu kaufen.

Für mich zählt nur, dass ich gut versorgt bin, die Windel mich trocken hält und dicht bleibt.
Für mich muss eine Windel saugstark sein, wodurch dann längere Tragezeiten von bis zu 8 Stunden möglich sind, und somit bei verordneten Windeln die Kosten der Krankenkassen drastisch reduziert und somit auch ohne Zuzahlung gute Qualität geliefert werden könnte.

Aber warum sollten die Kassen bzw. die Lieferfirmen das ändern, wenn man am Bettnässen und der Inkontinenz so richtig gut verdienen kann.

Viele Grüße
Jochem


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 Betreff des Beitrags: Re: Bettnässen in der Kindheit - wie war es bei euch?
BeitragVerfasst: Mi Nov 30, 2016 14:43 
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Hey Jochem, :Hallo:

Dein Leidensweg als Bettnässer ist in der Tat bedauernswert. Deine Kindheit und die Jugendjahre wurden dadurch erheblich belastet, zumal du für dein Problem offenbar auf wenig Verständnis gestossen bist.

Mit dem Erwachsenwerden und dem Zugang zu richtigen Windeln konntest du dein Problem so gut es eben geht überwinden, mehr aber auch nicht. Windeln sind für dich ein reines Mittel zum Zweck, oder täusche ich mich?

Kannst du den Windeln, dem Wickeln und dem ganzen Drumherum etwas Positives abgewinnen oder sogar Spass daran empfinden? :Neugier:

Das würde mich interessieren.

:thanx:

Lieber Gruss vom
Plasticlover


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 Betreff des Beitrags: Re: Bettnässen in der Kindheit - wie war es bei euch?
BeitragVerfasst: Mi Nov 30, 2016 15:02 
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Hallo alle,

ich kenne die Probleme von Jochem nur zu gut.

Als Kind nachts geweckt zu werden um noch einmal die Toilette aufzusuchen ist nicht so toll.

In vielen Fällen war es zu spät und mein Bett war bereits nass. :Bettnässer:

Windeln gab es zu dieser Zeit nur aus Stoff.

Angeboten und angelegt wurden sie mir nie, glaube ich zumindest.

So wurde ein rotes Gummilaken mein ständiger Begleiter.

Die Androhung, zum Arzt zu gehen, gab es auch öfter.

Mit Sicherheit hätte ich mich mit allem was mir zur Verfügung stand gewährt.

Aber es blieb bei der Androhung.

Es wurde mir auch unterstellt, dass ich zu faul wäre nachts aufzustehen.

Ich habe aber wirklich immer geschlafen wenn das Bett nass wurde.

Morgens war dann immer als Erstes der griff an das Laken, wie ich immer befürchtete war es sehr oft nass.

Wenn mal nichts passiert war, habe ich innerlich gejubelt, wurde aber am nächsten Tag wieder von der Realität eingeholt.

In der 4. Klasse war eine Klassenfahrt angesagt.

Die Angst ins Bett zu machen fuhr natürlich mit.

Aber ich hatte Glück, mein Bett blieb trocken.

Aber ein Mitschüler hatte ein nasses Bett, was wir irgendwie entdeckten.

Komischerweise machte sich niemand über ihn lustig.

Für mich war es ein Zeichen, dass ich mir dem Problem des Bettnässens nicht alleine war.

Heute vermute ich, dass der eine oder andere auch dieses Problem hatte und froh war, dass sein Bett trocken blieb oder es niemand entdeckte.

Ab diesem Zeitpunkt blieb ich weitestgehend trocken, zugegeben passierte er eine oder andere Unfall aber immer in größeren Abständen. Ich hatte gehofft, dass es so bleiben würde.

Ich suchte mir eine eigene Wohnung, hatte die eine oder andere Freundin aber auch ab und zu wieder einen Unfall, den ich natürlich so besser vertuschen konnte.

Nachdem ich geheiratet hatte, kam es auch vor, dass morgens mein Bett wieder nass war. Die Abstände waren aber sehr groß, also keine Regelmäßigkeit. Meine Frau hat nichts mitbekommen, vermute ich zumindest.

Irgendwann kreiselte es zwischen uns und wir trennten uns, in dieser Zeit war mein Bett wieder häufiger nass, vermutlich war der psychische Druck zu groß, ich weiß es nicht.

Nachdem ich meine jetzige Frau kennen gelernt hatte normalisierte es sich, aber es gab trotzdem dabei immer mal ein nasses Bett.
Irgendwann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach mit meiner Frau darüber.

Angeregt wurden wir von einer Talk-Show. Dort war ein Sissybaby zu Gast.

Meine Frau war ziemlich begeistert von diesem Thema.

Ich machte den Vorschlag, Windeln zu besorgen und sie beide mal auszuprobieren.

Zu meiner Verwunderung willigte sie ein.

Der Besuch eines Sanitätsgeschäftes kostete natürlich einige Überwindung aber mit hochrotem Kopf (vermute ich) und er Ausrede diese für meine Opa zu benötigen kaufte ich mein erstes Paket Windeln. :Pampers:

Vor dem zu Bett gehen wickelten wir uns gegenseitig, es war für uns beide ein tolles Erlebnis.

Irgendwann in der Nacht bemerkte ich, wie meine Frau aufstand. Ich blieb liegen.

Am nächsten morgen war meine Windel nass.

Vielleicht war es Absicht, aber so richtig mitbekommen das die Windel nass wurde, hatte ich es nicht.

Meine Frau hatte in der Nacht die Windel ausgezogen als sie auf Toilette war.

Das wieder anlegen war ihr zu umständlich.

Natürlich fragte sie mich, ob meine Windel nass war. So erzählte ich ihr mein Problem.

Sie hörte Aufmerksam zu und sagte zu mir, dass es wohl besser wäre, wenn ich weiter Windeln tragen würde.

Natürlich war die ganze Angelegenheit nicht damit erledigt und es gab in der Folgezeit noch viele Gespräche aber auch schöne Erlebnisse rund um die Windeln.

Dadurch, dass meine Frau mir vertraut und sie es mittlerweile einsieht, dass es besser ist eine Windel und Gummihose zu tragen als morgens in einem nassen Bett wach zu werden, muss ich gestehen, dass ich zu einem Windelliebhaber geworden bin mit vielen Facetten. :WSH_weiss:

Nun ist mein Beitrag doch um einiges länger geworden.

LG von Harti

_________________
*Träume nicht dein Leben, lebe deine Traum*
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 Betreff des Beitrags: Re: Bettnässen in der Kindheit - wie war es bei euch?
BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2016 2:06 
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jogi2 hat geschrieben:
Mich würde interessieren, wie es bei euch gewesen ist.

Ich erinnere mich sehr gut an diese Zeit, war sie doch ein weniger schöner Teil und für uns bettnässenden Kinder teilweise eine große Last.
Bettnässen durfte es in unserer Familie nicht geben und wurde somit totgeschwiegen.

Da es zu meiner Zeit leider noch keine “Pampers“ gab, musste ich jeden Abend eine Stoffwindel und darüber eine Gummihose anziehen.
Ständiges Wundsein war an der Tagesordnung.
Und so dicht wie heute die Einwegwindeln sind bzw. die Flüssigkeit aufnehmen, konnte eine Stoffwindel selbst mit Gummihose nicht sein; die Flüssigkeit suchte sich einfach ihren Weg...

Hallo Jochem...& alle früheren + heutigen Bettnässer(innen) :Hallo:

Dann möchte ich auch noch einmal einiges zusammenfassen aus meiner Kindheit, auch wenn schon oft geschrieben.

Natürlich ist das Bettnässen in der Kindheit / Jugend teilweise sehr belastend, und kann sogar ein Trauma für den Rest des Lebens werden.
Unter so etwas hatte ich GsD nie zu leiden, denn das Thema Bettnässen zog sich wie ein roter Faden durch unsere Familie, somit fühlte ich mich nie als "Einzelgänger".

Meine beiden engsten Bezugspersonen waren eine ältere Cousine, sowie eine jüngere Cousine, beide ( bis heute ) auch Bettnässerinnen.
Diese enge Verbindung zwischen uns bestand auch noch aus einer anderen Tatsache, die ich mit anderen Kindern nicht so hatte.

Ich "erbte" nämlich grundsätzlich die abgelegte Kleidung meiner älteren Cousine, somit auch ihre komplette Unterwäsche, inklusive ihrer Gummihosen und auch Stoffwindeln.

Kaum wurden mir ihre Sachen zu klein, erbte meine jüngere Cousine die Sachen von mir, so war der "Kreislauf" innerhalb unserer Familie.

Das hat mich doch sehr geprägt, und dadurch war auch die Bindung zu meinen Cousinen enger als zu anderen Kindern.

Ich selbst kann mich an meine frühe Kindheit kaum erinnern, wenn dann nur in Fetzen, oder aus Erzählungen.

Meine frühestens Erinnerungen sind um 1957/58, da war ich zwischen 5-6 Jahre alt.

Ich weiß nur, zu der Zeit wurde ich von meiner Mutter nicht mehr gewindelt, nur von meiner Oma, wenn ich bei ihr zu Besuch war.

Windeln waren für meine Mutter kein Thema mehr, irgendwie hatte sie eine Abneigung dazu entwickelt.

Ich erinnere mich nur an wenige Male wo ich krank war, daß noch Windeln zum Einsatz kamen.

Meine tägliche Wäsche (ebenso wie meine "Nachtwäsche") bestand aus einem Futterschlüpfer, darüber kam eine Gummihose, darüber je nach Jahreszeit ein weiterer Futterschlüpfer, Wollschlüpfer, Strickschlüpfer...Strumpfhose...etc.

Nachts trug ich die abgelegten Schlafanzüge meiner Cousine, die meißt wie die Schlüpfer auch aus warmem Futterstoff waren, siehe Bilder unten.

Wahrscheinlich mag ich es daher bis heute warm eingekuschelt zu sein in flauschige Schlüpfer, Schlafanzüge etc., es hinterläßt doch alles seine Spuren.

Diese Art der Tages- u. Nachtverpackung war ich also immer gewöhnt, und ich kann nur sagen, sie war auch "dicht".

Tagsüber sowieso, war der Schlüpfer unter der Gummihose nass zog ich einen trockenen an, und fertig.

Jedenfalls gab´s so keine sichtbaren nassen Hosen mehr, oder nur im Einzelfall, wenn ich mal nicht rechtzeitig wechseln konnte.

Aber auch das war nicht so tragisch, denn zu der Zeit trug ich eh nur eine 3/4 lange Lederhose, oder im Sommer kurze Lederhosen, da ging so schnell nichts durch.

Nachts war es so, daß ich natürlich auch vor dem Zubettgehen angehalten wurde noch auf´s Klo zu gehen, aber dann ließ man mich auch durchschlafen.

Der Futterschlüpfer unter der Gummihose hielt auch fast immer durch, und wenn der dicke Schlafanzug mal mit nass wurde saugte er auch noch gut auf.

Auch das dicke Bieberbettlaken tat sein Übriges, und darunter war ja auch noch immer das Gummilaken, oder später dann die "Malerfolie". :zwinker:

Auch denke ich, als Kind bis ca. 12 Jahren hat man ja auch nicht so ein großes Blasenvolumen, daß man das ganze Bett damit unter Wasser setzen konnte, so hielt sich das doch immer in Grenzen.

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, daß ich jemals wund geworden bin, und wenn dann waren es nur mal rote Spuren vom Bund der Gummihose, oder Rötungen durch die Beingummis.

Vielleicht werden ( wurden ? ) Kinder öfter wund in nassen Windeln, in meinen "Futterschlüpfer-Windeln" ist das nicht passiert.

Bis zu meinem 14. Lebensjahr habe ich zu hause bei den Eltern gewohnt, bis dahin war weder mein Bettnässen noch das Einnässen tagsüber ein großes Problem.

Bis auf die schon in anderen Beiträgen geschilderten Vorwürfe, wie:

"Du bist nur zu faul zum ausstehen...zu faul auf´s Klo zu gehen...zu faul zu... " ( was immer auch )

Egal worum es ging, für meine Mutter war nur wichtig - ICH war schuld !

Geschlagen und gedemütigt wurde ich aber nie für mein Einnässen, dafür gab´s aber an jeder Ecke Schläge für andere Delikte, die natürlich auch ich immer Schuld war...

Daraus resultierte dann auch, daß ich mit 14 Jahren in ein sehr strenges Internat kam, weil ich ja "unerziehbar" war, und nur so noch einem Erziehungsheim entgehen konnte, also als meine "letzte Chance" ! ( lt. Aussage meiner Eltern )

Ich habe dazu eine "etwas" andere Meinung, in meinen Augen war es eine Bankrotterklärung meiner Eltern, der Gipfel ihrer völligen Überforderung, weil sie zwar ein Kind in die Welt setzen konnten, aber von Erziehung NULL Ahnung hatten.

Aus dieser Überforderung resultierte wohl auch die Tatsache, daß mein Ein- u. Bettnässen totgeschwiegen wurde, später sogar verleugnet wurde.

Meine Eltern wußten einfach nicht damit umzugehen, also wurde es einfach "ausgeblendet".

Spätestens ab dem Zeitpunkt wo ich mich selber An- u. Ausziehen konnte wurde das nie wieder thematisiert, außer ich hatte mich in den Augen meiner Mutter FALSCH angezogen.

Dann gab´s auch Schläge dafür, wenn sie mich z.B. dabei erwischt hat wenn ich keine Gummihose trug, oder zu "kühl" angezogen war, wie sie es nannte.

Aber außer mit meiner schmutzigen Wäsche wollte sie mit dem Thema nicht konfrontiert werden !

Sie sorgte ( bis zu meinem späteren Auszug mit 18 Jahren ) dafür, daß immer eine Folie über der Matratze war, reichlich Schlüpfer und Gummihosen in meinem Schrank waren, damit war sie fertig - sie hatte ja so für alles vorgesort.

Der Rest war meine Sache...

Nebenbei erinnere ich mich noch an 2 Vorfälle.

Als ich so ca. 10 Jahre alt war spielte ich mit einem Freund zusammen auf dem Dachboden mit meiner Eisenbahn.

Irgendwann kam meine Mutter dazu um uns etwas zu Tinken zu bringen, dabei fragte sie meinen Freund:

"Micha, hast du etwa in die Hose gemacht ?"

Erst da bemerkte ich, daß Micha´s lange Turnhose bis zu den Knien nass war, er hatte kräftig eingepullert.

Meine Mutter nahm ihn darauf mit in mein Kinderzimmer.

Dort gab sie ihm ( extra ? ) einen rosa Futterschlüpfer von mir, zog ihm eine Gummihose von mir an, und eine dicke Wollstrumpfhose drüber.

So spielten wir dann weiter mit meiner Eisenbahn.

Dabei erzählte Micha mir dann, der sich für seine Aufmachung vor mir etwas schämte, meine Mutter hätte gesagt, sie müsse ihm die Wäsche meiner älteren Cousine anziehen, denn meine wäre ihm zu klein.

Die Gummihose wäre auch von meiner Cousine, falls sie bei uns übernachten würde, sie wäre mit 12 Jahren auch noch Bettnässerin.

Um Micha etwas zu trösten sagte ich nur: " Ich trag die Sachen auch oft..." mehr nicht.

So wurde das Thema weiter totgeschwiegen, oder besser noch, auf ANDERE abgewälzt !

Die 2. Situation war, als meine Mutter mit einer Freundin bei uns im Wohnzimmer saß.

Als ich dazu kam, ich war ca. 14 Jahre alt, sprachen sie gerade über Bettnässen bei Kindern in meinem Alter.

Meine Mutter erzählte frei von der Leber, daß meine 16-jährige Cousine chronische Bettnässerin sein, ebenso wie meine 12-jährige Cousine, beide würden auch oft noch tagsüber Einnässen.
KEIN WORT über mich... :!:

Ich weiß heute nicht mehr ob ich mich darüber gefreut habe nicht erwähnt zu werden, jedenfalls meinte meine Mutter sich später bei mir erklären zu müssen, mit den Worten:

" Ich hab Barbara extra nicht erzählt das du auch noch in´s Bett machst, daß muß ja keiner wissen, ist ja auch so schon peinlich genug ! " :rotwerd:

Ich frage mich allerdings heute noch, wollte sie MICH damit schützen, oder nur SICH vor der Peinlichkeit bewahren zugeben zu müssen, einen 14-jährigen Bettnässer als Sohn zu haben, der auch immer noch tagsüber in die Hosen machte ? :Gruebel:

Zu eurer Info, in dem Alter hab ich ca. 1-2 pro Woche in´s Bett gemacht, und hatte nur 1-2 pro Monat nasse Hosen !


Noch kurz etwas zu einem weiterem Lebensabschnitt, zu meiner Internatszeit.

Alles fing damit an, daß für´s Internat jedes Wäschestück, jedes Handtuch, Bettwäsche und sonst. Bekleidung mit meinem Namen versehen werden mußte !

Diese Schilder mit dem Nachnamen mußten Stück für Stück von Hand eingenäht werden, so war die Vorschrift !
( totaler Schwachsinn, aber bezeichnend für die Zeit - 1964 )

Erstmals wurde ich von meiner Mutter befragt welche Unterwäsche sie für mich kennzeichnen sollte, was wollte ich mitnehmen ins Internat ?

Bis dahin wurde ich so etwas nie gefragt, ich zog an was da war, und fertig.

Also entschloss ich mich dazu, erst mal nur die unauffälligeren weißen (Mädchen)-Schlüpfer auszuwählen, und auch nur weiße (Mädchen)-Unterhemden dazu.

Da der Schulanfang aber damals noch zu Ostern war bestand meine Mutter auch auf Wollschlüpfer, ebenso wie einem warmen Strick-Überziehschlüpfer dazu mit passendem Woll-Unterhemd, und natürlich auf Wollstrumpfhosen. ( s. Bilder unten )
Meine dicken Futterschlüpfer blieben erst mal daheim... :Futterschluepfer_blau:

Als ich dann später im Internat meinen Koffer auspackte fand ich zwischen der Wäsche aber noch eine gelbe Gummihose, die aber nicht mit meinem Namensschild versehen war, mit einem Zettel darin, darauf stand nur:

"Für alle Fälle, deine Ma " :zwinker:

Natürlich hatten meine Eltern vorher bei der Internatsleitung vorgesprochen, wie in der "Anstalt" mit Bettnässern verfahren wurde.

Da hieß es aber nur ausweichend, Bettgummis seien nicht nötig, es wäre für alles gesorgt.

In Wirklichkeit war es aber damals noch so, daß meine Eltern ihren "Erziehungsauftrag" an das Internat abgetreten haben, somit hatten sie bei der Erziehung keinen Einfluß mehr.

So erlebte ich dann die vorgesehene BESCHÄMUNG der Bettnässer durch die Internatsleitung, bzw. deren Präfekten.
( unsere Aufseher )

In meiner Klasse waren wir 69 Jungs, aufgeteilt auf 2 Schlafsäle mit je 35 Betten !

Um 20:00 h war Nachtruhe, da ging das Licht aus.

Zwischen 22:00-23:00 Uhr ging unsere Präfektin mit einer Taschenlampe durch die Schlafsäle und weckte jeden Bettnässer auf, dann mußten wir geschlossen zum Klo gehen.

Wer schon ein nasses Bett hatte durfte eine trockene Schlafanzughose anziehen, über das nasse Laken kam eine Wolldecke, und fertig.

Am Morgen mußte jeder der ein nasses Bett hatte die alten 3-teiligen Matratzen hochstellen zum trocknen, und natürlich auch zur BESCHÄMUNG.

So konnte jeder gleich erkennen wer von uns nachts in´s Bett gemacht hatte.

Das war die negative Seite der Medaille.

Die Positive war, das unsere Kammeraden deswegen keinen gehänselt haben, Bettnässer wurden nicht ausgerenzt !

Ähnlich war es auch bei der Unterwäsche...

Ich konnte schon am ersten Abend sehen, ich war nicht der Einzige der die Wäsche seiner Cousine, oder der älteren Schwestern auftragen mußte, auch das war absolut kein Thema.

Es war alles vertreten, vom rosa Futterschlüpfer bis zum Blümchenunterhemd.

Wir waren da auch selber viel toleranter in dem Alter als manche Erwachsene, die darüber schon eher abfällige Bemerkungen machten.

So sagte ein Lehrer eines Tages zu einem Mitschüler:

" Sag deiner Mutter, sie soll deiner Schwester mal kürzere Schlüpfer kaufen, damit die nicht bei dir aus der Hose hängen ! "

Er fand es unschicklich, daß bei einem Jungen unter der kurzen Lederhose ein hellblaues Schlüpferbein zu erspähen war. :offtopic:

Unsere Lehrer waren zur der Zeit noch teilweise diese Altnazis, die sich in einem privaten Internat verkrochen, weil sie an einer öffentlichen Schule nie wieder einen Job bekommen hätten ! :ohhh:

Egal...wir haben´s alle überlebt ! :bae:

Noch etwas zum Bettnässen im Internat:

Von den 69 Jungs waren also 11 von uns "offizielle" Bettnässer, aber es gab wesentlich mehr die in´s Bett gemacht haben.

Natürlich haben wir das mitbekommen, aber darüber auch nicht unsere Präfekten informiert, dazu waren wir ein zu verschworener Haufen.

Aber es gab immer wieder einige von uns die morgens ihre Matratzen nicht hoch stellten, um ihren Unfall zu verheimlichen.

Das waren keine regelmäßigen Bettnässer, aber es gab immer mal wieder nächtliche Unfälle, ebenso wie tagsüber nasse Hosen.

Bekannt sind mir min. noch 10 weitere Unfälle von "Nicht"-Bettnässern, bis zum Ende der Unterstufe. ( 1967 )

In der Oberstufe hatten wir dann 4-Bett Zimmer, da bekam man nicht mehr alles mit aus den Nachbarzimmern, es sei denn es wurde darüber gesprochen.

Nur auf der Internats-Krankenstation hatten die Bettnässer ein eigenes Zimmer, auch nur hier waren die Matratzen mit einem Bettgummi überzogen, auch nur hier gab es Windeln und Gummihosen.

Hier wurden grundsätzlich alle potenziellen und echten Bettnässer gewindelt, die Windeln wurden 3 x täglich von der Schwester gewechselt, egal ob nass oder nicht.

Hier wurde die Hygiene teilw. etwas übertrieben, aber keiner von uns konnte sich davor wehren.

Evtl. auch wieder eine Art der Beschämung, da bin ich mir bis heute nicht sicher.

Allerdings machte Schwester Ute auch den Eindruck, als würde ihr das Windeln der Jung´s etwas Spaß machen... :pfeif:

Zudem gab es die Anordnung, wer als bettlägerig krank geschrieben war durfte auch sein Bett nicht verlassen, d.h. wir mußten auch tagsüber die Windeln nass machen. (*s.u. )

Außerdem durften wir auf der Krankenstation auch keinen Besuch erhalten, außer den Lehrern.

Die kamen aber nur um uns zu erklären was wir momentan in der Schule verpassen würden, und um uns ein schlechtes Gewissen zu machen, weil wir ja nur FAULFIEBER hätten.

Ich lag da mal volle 14 Tage, mußte mir jeden Tag die Unterstellungen eines Lehrers anhören, der mich nur als zu FAUL beschimpfte...etc.

Erst als ich dann mit einem akuten Blinddarm ins Krankenhaus kam lenkte er ein, auch wenn von ihm keine wirkliche Entschuligung kam.

OK...soviel fällt mir gerade zum Thema "Bettnässen in der Kindheit" (Jugend) ein, das Bettnässen als Jugendlicher ( über 18 ) ist ein ganz anderes Thema !

Dazu fällt mir ein...erste Freundin...Bettnässen in der Partnerschaft...Einnässen in der Öffentlichkeit...etc...

Aber dazu kommen wir sicherlich noch mal in anderen Beiträgen.

Soviel für heute Nacht - feuchte Träume & trockene Betten wünscht euch der "alte" BETTNÄSSER
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(*) Anmerkung:

Diese Tagwindel-Regelung in der Krankenstation galt nur für die Unterstufe, in der Oberstufe war das kein Thema mehr.
Bei den älteren Schülern aus der Oberstufe mußten nur die permanenten Bettnässer auf der Krankenstation nachts Windeln tragen !


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 Betreff des Beitrags: Re: Bettnässen in der Kindheit - wie war es bei euch?
BeitragVerfasst: Fr Dez 02, 2016 14:22 
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Hallo Plasticlover,

mit Windeln und Gummihosen habe ich mich arrangiert und gewinne dem eigentlich viel Positives ab. Wie gesagt: Es ist mein Ersatz für Unterwäsche.

Und ich trage - im Gegensatz zur Kindheit - inzwischen sehr gerne Windeln und würde sie gegebenenfalls vermissen.

Viele Grüße
Jochem


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 Betreff des Beitrags: Re: Bettnässen in der Kindheit - wie war es bei euch?
BeitragVerfasst: So Dez 18, 2016 22:02 
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sam47 hat geschrieben:

Hallo Jochem...& alle früheren + heutigen Bettnässer(innen)

"Du bist nur zu faul zum ausstehen...zu faul auf´s Klo zu gehen...zu faul zu... " ( was immer auch )


Hallo Sam, :Hallo:

Ja, diesen Vorwurf musste ich mir auch anhören und der trifft mich bis heute.

Ich hatte im alter von etwa 9 Jahren einen Stuhlverhalt über viele Tage.

Ich musste extrem stark "groß" aufs Klo, aber es kam nichts wie es kommen sollte, aber durch den Druck im Bauch verlor ich ständig kleinste Mengen Stuhl und meine Hose war ständig beschmutzt.

Auch wenn ich in dem alter eigentlich schon "vorsexuell" nichts gegen nasse oder volle Hosen hatte war das für mich sehr unangenehm und deprimierend.

Und dann kam der Vorwurf ich sei nur zu faul aufs Klo zu gehen.

Nach langen Tagen .. es können um die 14 gewesen sein, entlud sich mein Darm dann endlich.

Heute ist mir bewusst das ich dort vielleicht sogar in Lebensgefahr schwebte und kann nicht begreifen wie man so mit einem Kind umgehen kann...

:hut: und :bye:

_________________
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*YWD*


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 Betreff des Beitrags: Re: Bettnässen in der Kindheit - wie war es bei euch?
BeitragVerfasst: Mo Dez 19, 2016 3:26 
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Hallo YWD,

ich kann nicht sagen was das damals bei dir war, aber Bettnässen war wohl nicht die Ursache... :zwinker:

Aber ich geb dir recht, es ist nicht nur unverantwortlich ein Kind mit 9 Jahren so zu behandeln, heute gäbe es da vom Gesetzgeber schwere Strafen !

In diesem Sinne - schöne Feiertage - wünscht dir der "olle" Bild

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