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 Betreff des Beitrags: Unterstützung für med. Refarat
BeitragVerfasst: Sa Apr 21, 2012 14:26 
Hallo.

Im Zuge meiner Ausbildung zur Krankenschwester muss ich eine kurze Präsentation zum Thema Inkontinenz halten. Unser Berufsschullehrer hat uns jedoch strikt verboten Wikipedia als Quelle zu nutzen, geschweige denn als Quelle in der Quellenangabe aufzuführen. Er möchte, dass wir alternative Quellen nutzen.

Ich habe bereits etwas recherchiert und diese Seite gefunden:
http://www.curado.de/Blasenschwaeche-10429/

Ich finde sie eigentlich sehr informativ, die Frage ist aber, ob die Informationen ausreichend sind. Ich meine sind dort alle wichtigen Arten aufgeführt oder fehlen mir noch welche? Fehlen generell wichtige Infos? Gerne würde ich auch eine kleine Zitatesammlung (ohne Namensnennung) als Einleitung verwenden - quasi wie Aussagen von Betroffenen, die in 1-2 Sätzen erklären, wie es ihnen mit Ihrer Blasenschwäche ergeht /ergangen ist.

Daher wende ich mich an dieses Forum. Ich möchte weder Bilder noch Namen veröffentlichen. Es ginge nur darum ein paar Statements zu sammeln zu der Frage "Wie leben Sie mit Ihrer Inkontinenz?"

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich der ein oder andere bereit erklären würde, hier eine Antwort zu geben. Ich möchte mir keine Antworten ausdenken und bei einem persönlichen Thema wie diesem auch nicht direkt Menschen in meiner Ausbildunsgsstelle fragen...Außerdem müsste ich das Forum als Quelle angeben, wie jede andere Seite auch.

Weiterhin freue ich mich natürlich über jeden Link / Infoseite, etc..die euch vll zu dem Thema noch einfallen und die mir für mein Refarat helfen

Danke im voraus!
Enomine


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterstützung für med. Refarat
BeitragVerfasst: Sa Apr 21, 2012 18:07 
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Registriert: Mi Nov 29, 2006 19:24
Beiträge: 3699
Wohnort: GOSLAR
Geschlecht / gender: männlich / men
Geburtsjahr / year of birth: 1952
Bundesland: 09. Niedersachsen
Familienstand: LP (Lebenspartnerschaft)
Kinder: JA
Ich bin: Bettnässer/in & DL
Enomine hat geschrieben:
...Außerdem müsste ich das Forum als Quelle angeben, wie jede andere Seite auch.

Hallo Enomine.

Natürlich darfst du unser Forum als Quelle angeben, dafür nutze bitte diesen LINK:

http://www.sam47.de/forum/viewforum.php?f=27

Der führt dann direkt in´s INKO-Forum mit deiner Anfrage und allen Antworten dazu.


Ich habe mir auch deinen Querverweis angesehen, unter:

http://www.curado.de/Blasenschwaeche-10429/

Sicherlich informative Seiten, aber auch eben leider nur wieder "Standard".

Du tust sicher gut daran Betroffene selbst zu befragen, oder Sie hier einfach erzählen zu lassen.

Die "Standardausführung" fast aller Seiten zu dem Thema bezieht sich oft auch auf leider veralterte Informationen, und natürlich immer wieder auf div. Studien.

Diese Studien haben nur fast ALLE die gleiche Schwachstelle, und da gilt es zu klären:

"Wer hat diese Studie für WEN beauftragt, bzw. welche Interessengemeinschaft steht dahinter ?"
( z.B. die Verkäufer von s.g. "Schlankmachern", eine Industrie mit Milliarden-Umsatz ! )

Wenn ich z.B. die plumpe Behauptung lesen muß, daß Inkontinenz zu 60% verschwindet bei Gewichstreduktion, kann ich darüber nicht einmal mehr lachen.

Diese Aussage ist einfach "völlig nebendran" und kann niemals pauschal auf alle Arten der Inkontinenz angewendet werden. ( wenn überhaupt, dann nur für einen sehr kleinen Kreis der Betroffenen )

Gerade die Inkontinenz hat so viele verschiedene Ursachen, daß man hier überhaupt kein Pauschalurteil abgeben kann / darf.

Zudem befassen sich wohl ca. 90% aller Beiträge zum Thema immer nur mit den körperlichen Symptomen, und nur ca. 10% mit den Psychischen.

Dies ist auch immer noch eine große "Grauzone" und medizinisch noch lange nicht zu 100% geklärt.

Z.B. die Zusammenhänge von Inkontinenz + Depressionen, die genetische Variante (Vererbung), und vor allen Dingen das Thema ERZIEHUNG kommt in solchen Studien fast nie vor.

Aber dazu können dir sicherlich viele Betroffene bei uns etwas erzählen, nämlich das was in den Studien nicht zu finden ist.

Auch z.B. der Zusammenhang zwischen STRESS und Bettnässen bei Erwachsenen, auch das Thema ist bis heute kaum in einer Studie zu finden.

Google´st zu einmal nach "Bettnässen" landest du automatisch bei der Altersgruppe 5 bis max. 18 Jahre, zu erwachsenen Bettnässern findest du kaum etwas.

Auch nur die Pauschalaussage - ca. 2% der Erwachsenen sind Bettnässer, diese Zahl ist meiner Meinung nach aber viel zu tief angesetzt !

Keine Studie erfasst hier die enorme Grauzone, weil auch kaum darüber jemand sprechen will, und sich schon gar nicht OUTEN mag.

Meine eigene "Studie" über fast 40 Jahre hat z.B. ergeben, daß ca. 22% der jungen Frauen zwischen 17 und 30 Jahren zumindest glgl. Bettnässerinnen waren, die zusätzl. zu ca. 80% auch tagsüber an einer "schwachen Blase" litten. ( Zeitraum 1965-2005 )

Mit diesen Frauen hatte ich über viele Jahre "engeren Kontakt", so schilderten sie mir auch ausführlich ihren "Werdegang", der auch oft schon durch Vererbung geprägt war, und min. ebenso oft durch falsche Erziehung mit Schläge und Demütigungen.

Der engl. Ausdruck dafür trifft es gut: It runs in the family

( Es liegt in der Familie - es bleibt in der Familie ! )


Bei ca. 50% der Frauen waren eindeutig körperliche Ursachen der Auslöser für die Inkontinenz, die anderen 50% waren die medizinisch (damals) noch "ungeklärten Fälle", ich erkläre das gerne mit dem Begriff "psychische Inkontinenz".


Soviel für heute als kleinen Einstieg in ein fast unerschöpfliches Thema, denn fast jeder "Werdegang" ist anders, oder nur ähnlich verlaufen, je nachdem was die Betroffenen erlebt haben - erleben / erdulden mußten.

Ich hoffe du findest bei uns viele Gesprächspartner/innen, und kannst so im Laufe der Zeit auch "deine eigene Studie" zusammen tragen.

Auf ein gutes Gelingen...sagt der SAM

_________________
Wer zu allen Seiten hin offen ist kann nicht ganz dicht sein !

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 Betreff des Beitrags: keine Komplexe haben!
BeitragVerfasst: Sa Apr 21, 2012 19:19 
Salü Enomine

Eine gute Anfrage! Auch der empirische Kommentar von SAM dazu ist sehr aufschlussreich.

Nun mein Statement.
Ich bin glücklicherweise nur leicht inkontinent, wann genau habe ich aber noch nicht diagnostizieren können. Ich denke eine Stress-Kälte-Kombination. Kalte Tage ohne Probleme und warme Tage mit nassen Hosen.
Ich benütze seit bald 32 Jahren Windeln und Gummihosen und brauche die vor allem im Bett, manchmal auch tagsüber.

Ich denke man soll das nicht verklemmt sehen. Meine erste bewusste Erfahrung hatte ich mit knapp vier, und das ist hängengeblieben. Das feuchte Beissen hatte ich die ganze Jugendzeit lang (ohne Windeln), mit 20 habe ich einen Nässer kennengelernt und gesehen dass ich nicht allein bin und habe daraufhin begonnen, das eigene Problem mit Gummihosen in den Griff zu bekommen. Es ist nicht immer die Wonne, aber ich bin dabei geblieben und habe gelernt durchzuhalten. Gerade im Bett hat man häufig zu heiss, und da gilt es ruhig zu bleiben, tagsüber ist vielleicht ein zweimaliger Wechsel der Einlage angesagt, um nicht nervös zu werden. Ich habe dafür eine "Rotationsstatistik" angelegt.

Empfehle also jedem Deiner Patienten, und auch beim Referat in der Schule, dass auch Erwachsene oder Teenager ohne Komplexe Gummihosen und Windeln tragen sollen oder dürfen, wenn sie Probleme haben; aber auch testen sollen, ob es auch ohne gehen würde, um nicht total verloren zu sein, wenn es organisatorisch einmal "unmöglich" sein sollte (Material vergessen, kein intimer Raum vorhanden).


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterstützung für med. Refarat
BeitragVerfasst: Mo Apr 23, 2012 11:56 
Hallo Enomine,
ich bin gerne bereit, Dir meine Erfahrungen als von Inkontinenz betroffenen zu schildern.
Seit über drei Jahren leide ich aufgrund einer vergrößerten Prostata an eine Art Dranginkontinenz. Meine Blasenschwäche äußert sich dadurch, dass ich bei Harndrang in der Regel unverzüglich eine Toilette aufsuchen muss, damit im sprichwörtlichen Sinne nichts in die Hose geht.
Je nachdem wo man sich gerade aufhält, hat man häufig in der Regel nicht die Möglichkeit, eine Toilette aufzusuchen. Aus diesem Grunde schütze ich mich außer Haus mit Windeln (mit Klebestreifen). Diese Windeln nehmen soviel Urin auf, dass ich nicht permanent meine Windeln wechseln muss. Tagsüber wechsle ich zweimal meine Windeln (Verbrauch durchschnittlich also drei Stück pro Tag). Des Nachts bin ich nicht auf Windeln angewiesen.

Mein Urologe verschreibt mir meine Windeln, damit ich eben am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Die Kosten tragen die private Krankenkasse und die Beihilfe.

Wie habe ich mich anfangs gefühlt?
Nach dem es zu verschiedenen Malheurs gekommen ist, habe ich auch auf Drängen meiner Ehefrau einen Urologen aufgesucht. Der diagnostizierte eine vergrößerte Prostata, und damit geht bei mir ein erhöhter Druck auf die Blase einher, der dann widerum zum plötzlichen Harndrang führen kann.
Neben der täglichen Einnnahme von sündhaft teuren Tabletten, benutze ich also regelmäßig Windeln. Ich bewahre auch im Büro einen kleinen Vorrat an Windeln auf (selbstverständlich verschlossen).

Ich wechsle meine Windeln im abgeschlossenen Büro und entsorge diese im Toiletteneimer auf der Herrentoilette.

Ich habe natürlich eine Zeitlang gebraucht, mich an das Tragen von Windeln zu gewöhnen. Mittlerweile ist das Windeln morgens im Bad zu einer festen Gewohnheit, wie Zähneputzen, geworden.

Ich gehe mit meinem Leiden nicht hausieren. Außer meiner Frau weiß wohl niemand, dass ich mit 62 Jahren schon Windeln tragen muss.
Solltest Du noch weitere Fragen haben, bin ich gerne bereit, Dir weitere Auskünfte zu geben.

Gruß Felix


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