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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Fr Okt 27, 2017 0:49 
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Ich bin: Bettnässer/in & DL
andrea hat geschrieben:
...ich fand es als Kind natürlich blöd, dass man mich bei der ganzen Sache nicht ernst genommen hat.
Ich habe nicht so sehr gelitten, da ich nie Vorwürfe bekam oder gar bestraft wurde für mein Bettnässen.

Erinnern kann ich mich nur noch dunkel an den Kinderarzt, ein sehr herzlicher und netter älterer Herr, der mit mir gesprochen hat und meinte, dass ich ganz gesund bin und mir keine Sorgen machen muss und dass mein Bettnässen ja schon besser geworden ist und bald ganz weg gehen würde.
Da war ich so 8-9 Jahre alt.
Das war das einzige Mal, dass ich mit einem Arzt darüber geredet habe, sonst hat nur meine Mutter mit ihm darüber geredet.
Meine Mutter hat mit mir schon drüber geredet, aber eher in die Richtung, dass sie mir Mut machen wollte und mir Sorgen nehmen wollte wegen einem nassen Bett oder dass es nicht besser wird.
Sie meinte immer scherzhaft;" Bis du heiratest, ist das weg."
Hatte sie ja auch recht mit. :zwinker:
Hallo Andrea... :Hallo:
Herzlichen Dank für deine Schilderungen.

In meinem Jahrgang war es noch so, als Kinder wurden wir eh nie "ernst" genommen, egal worum es ging, Kinder hatten kein Mitspracherecht.

Auch mit mir hat nie ein Arzt persönlich gesprochen, außer evtl. der Frage: " Wo tut´s denn weh ? "

Die Diagnose wurde aber nur meiner Mutter mitgeteilt, als wenn es mich nicht gegeben hätte, obwohl ich mit im Raum war.
( war eben nur ein Kind )
Die Diagnose "schwache Blase" bedeutete für meine Mutter auch nur, daß ich weiterhin zum Schutz Gummihosen über meinen Schlüpfern zu tragen hatte, egal ob Tag oder Nacht.
( Windeln waren TABU für meine Mutter, dafür gab es Zellstoffeinlagen und dicke Schlüpfer ! )

Ich bin fast sicher, über das Thema "schwache Blase" hab ich mit meiner Mutter evtl. mit 12 Jahren zum letzten Mal gesprochen, zum Zeitpunkt als ich in´s Internat kam.
Da ging es nur darum, welche Schlüpfer ich mitnehmen musste (wollte) :Gruebel: welche Gummihosen, welche Strumpfhosen...etc.
Meine Mutter begriff zu dem Zeitpunkt, daß sie durch meinen "Weggang" keine ständige Kontrolle mehr ausüben konnte, ab da war ich für mich selbst verantwortlich.
Die nächsten 6 Jahre verliefen dann so, daß ich am "Reisewochenende" meine schmutzige Wäsche mit nach hause brachte, diese kommentarlos gewaschen wurde, damit ich sie am Sonntagabend wieder sauber mit in´s Internat nehmen konnte.
Ich erinnere mich auch nur an 2-3 Gegebenheiten, bei denen ich mitentscheiden durfte welche Gummihosen ich haben wollte, bis dato hatte ich immer nur das getragen was mir vorgelegt wurde.
Erst mit ca. 13 / 14 Jahren durfte ich im Kaufhaus (KEPA) selbst aussuchen welche Farben, oder welches Material ich wollte.
Ich erinnere mich nur noch an Gummihosen, die von außen mit Flannell ( oder Molton ? ) beschichtet waren, in versch. Pastellfarben.
Die sahen mehr nach normalen Schlüpfern aus, weniger wie eine Gummihose, daher gefielen sie mir besser.
Genauso war es auch bei den Futterschlüpfern, die es in der gleichen Kinderabteilung zu kaufen gab.
Ich weiß wie heute, daß die Futterschlüpfer nur 1,00 DM / Stck. gekostet haben, und meine Mutter gleich auf Vorrat einkaufte.
Sie fragte nicht ob ich diese Schlüpfer wollte, sie fragte nicht nach der nötigen Anzahl, ich durfte lediglich die Farben auswählen.
Ich entschied mich für alle vorhandenen Farben, mit der Ausnahme von rosé + lachs, dies wurde kommentarlos akzeptiert.
WARUM ich keine rosefarbenen Schlüpfer :rotwerd: mehr tragen wollte wurde nicht diskutiert, meine Mutter nahm das kommentarlos zur Kenntnis.

Eine Weile später kam wieder für mich ein Paket von meiner Tante, u.a. natürlich auch wieder mit abgelegter rosefarbener Unterwäsche meiner Cousine.
Zum ersten Mal wurde ich gefragt: " Trägst du die noch ? "
Als ich das verneinte wurde die rosé Mädchenwäsche an die Seite gelegt, und später an meine jüngere Cousine weiter gegeben.
Dies "Mitspracherecht" bekam ich aber erst in diesem Alter, aber auch nur sehr eingeschränkt, in allen anderen Punkten hatte man den Erwachsenen zu gehorchen !

Den Satz: "Bist du heiratest ist das weg !"...kenne ich in abgewandelter Form aber auch.
Meine ältere Cousine lief noch mit 16 Jahren zu hause gewindelt in der Wohnung rum, und das nie ohne ihren SCHNULLER :!:
( vielleicht hab ich deshalb bis heute ein gespaltenes Verhältnis zu Schnullern bei Erwachsenen ) :bae:
Meine Tante ( und auch der Rest der Familie ) sagte daher immer:
"Eines Tages tauscht sie den Schnuller gegen eine Zigarette, oder direkt gegen einen Mann !" ( war der Standardspruch )

Heute weiß ich das besser, meine beiden Cousinen (63 + 67) sind ebenfalls bis heute Bettnässerinnen, benötigen auch tagsüber noch Windeln + Gummihosen, und die Ältere hat bis heute eine Schnullersammlung in ihrem Nachttisch.
Trotzdem ist sie kein AB, sie mag einfach nur ihre Schnuller, also was soll´s...
andrea hat geschrieben:
...nach außen war das Thema aber sonst ein Tabu.
Ich hatte nachts immer ein Plastikhöschen zum Knöpfen mit Windeleinlagen an und die Höschen wurden immer seperat im Badezimmer über der Badewanne zum Trocknen aufgehängt, nicht mit der normalen Wäsche.
Wenn Besuch kam, mussten die schnell abgehängt werden.
Auch bei uns war das nach außen kein Thema, aber das galt nur für das Verbale.
Meine Wäsche, inklusiver der Gummihosen, hingen immer in der Waschküche zum trocknen, aber auch oft genug im Badezimmer.
So konnte sich jeder denken wer die Mädchenwäsche und die Gummihosen in diesem Haushalt trägt, da ich Einzelkind war. :rotwerd:
Nur wenn mein Vater Geschäftsbesuch erwartete bestand er darauf, daß die Wäsche vorher abgehängt wurde :!:
andrea hat geschrieben:
Bei meiner Oma habe ich damals oft übernachtet, weil meine Mutter abends auch mal frei haben wollte und da war das Bettnässen nie ein Thema.
Jede wusste es, aber niemand hat groß drüber geredet... ( ich wollte ja selber nicht drüber reden )

Es wurde nur drauf geachtet, dass ich abends nicht zuviel trinke.
Nach dem Abendessen bei meiner Oma, habe ich mich immer bettfertig gemacht und durfte noch länger fensehen.
Ich hatte meine Tasche dabei und bin also mit meinen Schlafanzug, Plastikhöschen und Windeln ins Badezimmer marschiert.
Dort lag aber auf dem Hocker neben der Badewanne schon ein Höschen und drei Windeln aus dem Fundus, der immer da war.
Da kam ich mir immer blöd und entmündigt vor.
Das hat meine Oma aber immer beibehalten, auch als ich älter war und schon Klebehöschen hatte.
War nie böse gemeint, aber ich fand es doof...
Tja, so sind die Omi´s... :pfeif:
Wie schon früher geschildert, auch meine Oma war da etwas überfürsorglich, aber ich fühlte mich bei ihr nie entmündigt, sondern ich genoß das eher.
Zu hause waren Windeln für mich TABU, bei der Oma aber nicht, und das gefiel mir gut. :zwinker:
Als ich dann 18 war, und meine Verlobte den Großeltern vorstellte, übernahm Oma auch gleich das Zepter, so lagen dann abends gleich 2 Gummihosen plus Windeln und Schlüpfern in unserem Bett, da kannte Oma kein Pardon.
Sie wußte schon im Vorfeld von meiner Mutter, daß meine Freundin auch Bettnässerin war, was Oma aber mehr freute als beängstigte !
Wie sie mir dann später einmal sagte:
" Ist doch gut so, ich hatte immer Angst du findest keine Frau weil du Bettnässer bist, aber so ist das doch perfekt ! "
Oma dachte eben immer "praktisch"... :LOL:
Heute ( fast 50 Jahre später ) kann ich nur sagen, Oma hatte recht :!:
In all meinen festen Beziehungen waren die Frauen auch immer Bettnässerinnen, oder hatten eine schwache Blase, waren zudem auch noch Windelliebhaberinnen (oder dazu geworden), für mich gab es nie optimalere Beziehungen, da sich keiner von uns verstecken mußte, wir "unser" Leben führen konnten !

Und alle hatten einen ähnlichen Werdegang hinter sich, mit Intoleranz, Ignoranz, Demütigungen, von Scham behaftet, und unverstanden von der Außenwelt.
andrea hat geschrieben:
Ich würde mir wünschen, dass z.B. Erwachsene, gern auch Prominente, offen sagen, dass sie als Kind länger ins Bett gemacht haben.
So könnte man das Thema enttabuisieren und einfach zu dem machen, was es ist.
Etwas, das viele betrifft und keine Schande ist.
Niemand ist ein besserer Mensch, nur weil er/sie mit 3 trocken war oder noch mit 8 Jahren ins Bett gemacht hat...
...oder noch mit 20 ins´s Bett macht, oder mit 65... :pfeif:

Wahre Worte Andrea !
Herzliche Grüße ~ und vielen Dank für deine ausführlichen Berichte dazu ~ sagt der Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Fr Okt 27, 2017 14:33 
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Hallo Sam, Hallo zusammen,

ja, ich war in den 80ziger Jahren im Internat.
Es gab dort gemischte Gruppen, und da wir zwöf Kinder pro Gruppe waren, und ich alle kannte.
War bei uns niemand, der, oder die nachts ins Bett gemacht hat.
Und ich war von der 5ten bis 13ten Klasse dort.

Es gab dort nur die üblichen Hyginene Artiel für die Mädchen, also Binden, mehr nicht.
Und es waren auch jüngere Kinder, ab 6 jahre auf der Gruppe, und auch die haben nicht ins Bettt gemacht.
Zu dieser Zeit wußte ich auch nicht, dass es auch Windel für größere Kinder, oder jugendliche gab.
Es war schlicht und einfach kein Thema und kam auch nicht vor.

Und auch in unserer Familie gab es keinen Bettnässer.
Meine beidnen älteren Schwestern, waren es nicht, und ich auch nicht.
Und erst, als meine älteste Schwester ihr erstes Kind bekam, kam ich zum ersten Mal mit Windeln in Berührung.
Aber da kam bei mir noch lange nicht der Gedanke auf, auch selbst mal Windeln anzuziehen.

Und ob es in den 80er jahren bereits Einwegwindeln, für Jugendliche oder Erwachsene gegeben hat, inzieht sich, meiner Kenntnis.

_________________
Liebe Grüße vom Windelfreund 47


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: So Okt 29, 2017 11:53 
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Windelfreund_47 hat geschrieben:
...ja, ich war in den 80ziger Jahren im Internat.
Es gab dort gemischte Gruppen, und da wir zwöf Kinder pro Gruppe waren, und ich alle kannte.
War bei uns niemand, der, oder die nachts ins Bett gemacht hat.
Und ich war von der 5ten bis 13ten Klasse dort...
Hallo Windelfreund... :Hallo:
Dann hat bei dir wohl "Meister Zufall" die Hand im Spiel gehabt, denn die Statistik läßt sich ja nicht verbiegen, das war auch in den 80er Jahren nicht anders.
Auszug > siehe hier:

Kinder- und jugendpsychiatrische Komorbiditäten

Bis zu 40 % aller Kinder mit Einnässen zeigen klinisch relevante Verhaltensstörungen (zum Beispiel Störungen des Sozialverhaltens, ADHS, Ängste, depressive Störungen) (12). Diese können als Folge des Einnässens auftreten und persistieren (e13). Sie können aber auch dem Einnässen vorausgehen (zum Beispiel sekundäre Enuresis nach Schulwechsel, Scheidung, Umzug) (e3). Möglicherweise existieren gemeinsame neurobiologische Faktoren, zum Beispiel bei der Assoziation von Enuresis und ADHS (e14). Psychiatrische Komorbiditäten liegen häufiger bei tagsüber einnässenden Kindern und bei sekundärem Einnässen vor. Bei Kindern mit primärer MEN sind sie nicht häufiger als in der Normalbevölkerung (circa 10 bis 20 %). Am häufigsten kommen sie bei Kindern mit Miktionsaufschub vor (circa 40 bis 50 %) (12).

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/105579/Einnaessen-beim-Kind

Die neuen Einmalwindeln die es ca. Anfang der 80er Jahre gab waren noch eine kleine Katastrophe, jedenfalls die Modelle für Erwachsene.

( "Pampers" für Kinder seit 1961 USA ~ seit 1973 Deutschland ~ In Deutschland kamen die ersten Windeln für Erwachsene erst um 1978 unter dem Namen „Moltexal Großanwindel“ auf den Markt. )

Meine "private Statistik" ( Erfahrungswerte ) liegt allerdings höher, d.h. allein in der Altersgruppe 16-30 liegt die Zahl bei den betroffenen Frauen bei etwas über 20% !
Ich erkläre das damit, daß sich mir viel mehr Frauen geöffnet haben weil ich selbst betroffen war (bin), somit fällt die "Dunkelziffer" weg.

Ich weiß nämlich auch aus vielen Gesprächen, daß sich die Frauen zwar mir gegenüber geoutet haben, aber nur ca. 50% haben sich z.B. offen dazu ihrem Arzt anvertraut.
( je älter die Frauen, um so weniger mögen sie sich öffnen )

Im Jugendalter ( unter 18 ) sind da eher die Eltern die treibenden Kräft, die ihre Kinder auch ärztl. untersuchen lassen.

Aber wie gesagt, das sind nur meine Erfahrungen über die letzten 50 Jahre.

Beste Grüße vom "ollen" Bild

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Sa Nov 04, 2017 16:23 
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andrea hat geschrieben:
Bettnässen bei Kindern ist nicht selten und hat nichts mit Umständen zu tun oder Entwicklungsrückstand o.Ä....
Das ist bei 5-10% normal.
Also behandelt die Kinder auch normal.
Ich habe mit 6 Jahren bzw. mit der Schule aufgehört zu "wickeln", Babys werden gewickelt.
Ich habe höchstens mit der Nachtwindel geholfen und eine 8-10 jährige kann sich auch eine Nachtwindel mit 4 Klebestreifen selber anziehen.
Die haben wir zuhause verwendet, bis sie trocken war sonst hat sie auswärts ihre Nachthöschen als Pull-ups gehabt.
Das ist heute wesentlich einfacher, als damals.

Also zusammengefasst.
Bei dem Bettnässen immer die Kinder unterstützen und so selbständig wie möglich halten.


Wenn sie keine Einschränkungen haben, kann ein Kind sich mit 8-10 Jahren schon ganz gut selbst versorgen und ich fände es peinlich ein großes Kind zu wickeln, wenn dies nicht notwenig ist.


Hallo Andrea, :Hallo:

Vielen Dank für eure interessanten Beiträge zum Thema „Wie lange gewickelt werden“.

Ich finde es schön, dass es heutzutage Eltern gibt, die ihren Kindern beim trocken werden die nötige Zeit lassen und keinen Druck ausüben mit verfrühtem Töpfchentraining ihrer Sprösslinge.

Sicher ist es aus hygienischen Gründen sinnvoll, wenn ein Kind möglichst früh lernt, sein grosses Geschäft auf dem Topf zu verrichten. Die Blase zu kontrollieren ist aber viel schwieriger und es kommt deshalb auch bei älteren oder schon eingeschulten Kindern und Jugendlichen immer wieder mal zu - vor allem nächtlichen - Unfällen, wie wir ja alle wissen.

Meine Meinung ist die, dass man seine Kinder selber entscheiden lassen soll, ob und ab wann sie auf Windeln verzichten möchten. Sobald ein Kind sich selber versorgen kann und den sachgerechten Umgang mit seiner Schutzwäsche inklusive deren Entsorgung gelernt hat, spricht kein vernünftiges Argument dagegen, dass es weiterhin Windeln benutzt, aus welchen Gründen auch immer. Natürlich muss - wie bei allen anderen Dingen auch - der zusätzliche Ausgabenposten im Familienbudget Platz finden. Kindergärten oder Schulen haben sich aber aus dieser rein persönlichen Angelegenheit rauszuhalten, solange Windeln tragende Kinder im Betrieb des Unterrichtes nicht negativ auffallen.

Ich weiss aus persönlicher Erfahrung, wie leidvoll sich der vorzeitige Entzug der Windeln auf eine Kinderseele auswirken kann. Mir wurden die damals üblichen Stoffwindeln als einjährigem Knirps von einem Tag auf den anderen entzogen und nur noch eine Weile lang durch eine rote Gummibetteinlage ersetzt. Natürlich kam es des Öfteren tags und nachts zu Unfällen, wofür ich regelmässig mit Häme und Spott überschüttet wurde. Dies blieb auch auf Klassenfahrten und in Skilagern nicht aus und ich hätte wer weiss nicht was dafür gegeben, wenn mir meine Eltern bei solchen Gelegenheiten die eine oder andere der damals gerade aufkommenden „Paperwindeln“ (sprich Pampers) mit eingepackt hätten, anstatt nur Studentenfutter.

Mit Erreichen der Pubertät übernahmen meine Eltern die Erziehung meiner Nichte, welche als Dreijährige zu unserer Familie stiess. Sie wurde wie selbstverständlich mit Pampers gewickelt und auch sonst nach Strich und Faden verwöhnt, später zum Beispiel auch mit Klavier- und Reitunterricht und anderen Dingen mehr, die ich mir auch sehnlichst gewünscht hätte. Dafür war aber offenbar kein Geld mehr vorhanden, oder meinen Eltern ist es schlicht nicht in den Sinn gekommen, mich zu fragen. Als ich 19 wurde, wurde dann auch mein Jugendzimmer für meine älter werdende Nichte beansprucht. Für mich hiess das, ich hatte mich gefälligst auf meine Lehr- und Wanderjahre zu begeben, vorzugsweise ins fremdsprachige Ausland, was ich dann auch tat. Hilfe dabei durfte ich keine erwarten, denn die ganze Aufmerksamkeit meiner Eltern war nach wie vor auf ihre Enkelin fokussiert.

Logisch, dass in mir eine gewisse Eifersucht und Neid keimte. Am meisten neidisch war ich aber immer noch auf ihre Pampers, welche sie aber inzwischen nicht mehr benötigte. Das Gefühl, liebevoll umsorgt und gewickelt zu werden, das wurde immer übermächtiger. So kam es, dass ich mir nach Rückkehr aus der Fremde und dem Bezug der ersten eigenen Wohnung meine ersten Pampers und Gummihöschen besorgte. Diese Windelliebe begleitet mich bis auf den heutigen Tag und ich bin froh, dass ich sie aufgrund meiner krankheitsbedingten Inko nun mehr oder weniger frei ausleben darf.

Ein gut gewindeltes Wochenende wünscht euch allen
der Plasticlover

:GH_1:


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: So Jan 28, 2018 12:16 
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Hallo Ihr,
ich habe neugierig eure Beiträge zum gewickelt werden gelesen und möchte nun auch meine Erfahrungen hinzufügen.

Mit 3 Jahren war ich nachts natürlich noch nicht trocken. Aufgrund der Scheidung kam ich zu meiner Stiefmutter und meinem leiblichen Vater.
Meine Stiefmutter wickelte mich nicht mehr sondern lies fast jede Nacht das Bett nass werden was sich erst legte als ich 12 wurde.

Im Verwandtenkreis überschlugen sich Eltern mit Behauptungen, wie früh doch Ihre Kinder trocken geworden sind und so glaubte ich auch das es gar keine Windeln für große Kids gab. Erst 1974 mußten auch wir Jungs an einem Säuglingspflegekurs in der Schule teilnehmen wo wir noch lernten mit Stoffwindeln, Gummihosen aber auch Wickelfolien zu wickeln. Als die Lehrerin bemerkte das die Sorte Wickelfolien auch noch von der Größe her bis ca. 7 Jahre reichen würde, fragte ich ob es die auch noch in größeren Größen gibt, was von der Lehrerin verneint wurde.

Ein Klassenkamerad der sehr geschickt im wickeln der Übungspuppen war, nahm Kontakt zu mir auf und fragte auf Umwegen warum mich das denn interessierte.
Ich sagte ihm das ich lange Bettnässer war und Windeln recht praktisch gefunden hätte. Er sagte mir das seine Brüder (11+13) jede Nacht einnässten und auch manchmal von Ihm gewickelt werden. Als ich später auch mal bei denen Übernachtete, stellte sich heraus das sie mit PVC-Hosen und Frotteewindeln versorgt wurden.
Die Frotteewindeln wurden von der Mutter selber genäht und waren 120 x120 cm groß und wurden wie bei den Kleinkindern gefaltet.

Da so das selber wickeln recht schwierig war wurden die Jungs (auch mein Klassenkamerad mit 15 noch) abends und vor längeren Ausflügen meist von Ihrem Vater gewindelt. Tagsüber duften die Jungs selber entscheiden ob sie Windeln anziehen wollten, wurden aber bestraft wenn sie ungewindelt eingenässt hatten. Die kids fragten dann untereinander ob sie beim Verpacken helfen, die Windeln wurden auch meist nur als Packung bezeichnet.

Da ja bei 4 Kids ohnehin viel Wäsche anfiel, war im Haushalt täglich die Waschmaschine in Betrieb und ständig auch Gummihosen und Windeln auf der Leine auf dem Balkon.

Erst ca. 1978 gab es für die Jungs Flockenwindeln oder sogar die ersten Attends für Klassenreisen und anderen Fremdübernachtungen mit denen sie sich selber wicklen konnten. Die Gummihosen wurden aber weiterhin getragen.

Auch wenn es für die Bettnässer heute Pants gibt, ist auch für die meisten 8 Jährigen das selber wickeln mit Höschenwinden kein Problem. Im Bekanntenkreis wird es den meisten Jungs erst mit der Pubertät peinlich noch von den Eltern gewindelt zu werden.

Viele Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Fr Feb 02, 2018 2:54 
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dad-hannover hat geschrieben:
Meine Stiefmutter wickelte mich nicht mehr sondern lies fast jede Nacht das Bett nass werden was sich erst legte als ich 12 wurde...
Hallo Michael.

Nachträglich noch ein WILLKOMMEN an dich, welches ich nach deiner "Vorstellung" bei uns noch nicht geschrieben hatte, da deine "Vorstellung" eher eine Kontaktanzeige war. :zwinker:

Zu deinem heutigen Beitrag:

Du bist Bj. 1961, und warst auch Bettnässer bis du 12 Jahre alt warst.
D.h., wir reden hier von einer Zeit in der grundsätzlich noch mit Stoffwindeln ( Baumwolle, Molton, Flanell, Frottee etc. ) gewickelt wurde, mit der obligatorischen Gummihose darüber.
Dass viele Mütter zu der Zeit darauf keinen großen "Bock" hatten habe ich auch am eigenen Leib erlebt, Windeln waschen und bügeln war nicht gerade eine beliebte Sache.
Dagegen war es wohl einfacher die Schlüpfer, Schlafanzüge und Bettlaken zu waschen.
Aber ich glaube noch ausschalggebender war die Tatsache nicht zugeben zu müssen, daß der Sohn ( oder die Tochter ) noch Windeln benötigte, da Windeln etwas für Kleinkinder waren.
Irgendwie war es "normaler" noch in´s Bett, oder in die Hose zu machen, als noch Windeln tragen zu müssen.

Ich leite das auch davon ab, daß ich genau zu der von dir beschriebenen Zeit (1964) in´s Internat kam, und dort war ich nicht der einzige Bettnässer.
Fakt war, daß wir Bettnässer dort in´s Bett machten, Windeln waren ein absolutes TABU, Windeln waren auch im Internatsalltag nicht vorgesehen !
Nicht mal ein Gummilaken war im Bett erlaubt, die gab es nur in den Betten der Krankenstation !

D.h., morgens war nicht nur die Bettwäsche nass, sondern auch die damals noch 3-teiligen Matratzen.
Um die Matratzen zu trocknen mußten wir sie "aufstellen", gleichzeitig diente dies auch der Beschämung :rotwerd: der Bettnässer, dies sollte eine Art der besonderen "Erziehung" sein. ( hat nur nicht gefruchtet )

Jeglicher "Bettschutz" war verboten, dazu zählten auch Gummihosen.
Somit trug ich im Internat meine Gummihosen nur tagsüber über´m Schlüpfer, das wurde kommentarlos geduldet, mehr aber auch nicht.

Es war eben auch eine total verklemmte Zeit, die du wohl auch so mit deiner Stiefmutter durchleben musstest.

Deine 3 Bettnässer-Freunde hatten es da wohl etwas besser getroffen, da sie Windeln und Gummihosen tragen durften...wollten...sollten...

Tja...manchmal ist (war) das Leben schon ungerecht, vor allen Dingen als Kind dieser Zeit, oder als Jugendlicher unter der Fuchtel der damaligen Erwachsenen...

In diesem Sinne ~ die besten Grüße von Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Fr Feb 02, 2018 8:32 
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Zitat:
Du bist Bj. 1961, und warst auch Bettnässer bis du 12 Jahre alt warst.
D.h., wir reden hier von einer Zeit in der grundsätzlich noch mit Stoffwindeln ( Baumwolle, Molton, Flanell, Frottee etc. ) gewickelt wurde, mit der obligatorischen Gummihose darüber.
Dass viele Mütter zu der Zeit darauf keinen großen "Bock" hatten habe ich auch am eigenen Leib erlebt, Windeln waschen und bügeln war nicht gerade eine beliebte Sache.
Dagegen war es wohl einfacher die Schlüpfer, Schlafanzüge und Bettlaken zu waschen.


Guten Morgen Sam und einen schönen Tag, auch an die anderen Leser , :Tröst:

es stimmt damals waren ja Waschmaschinen noch die große Ausnahme, unheimlich teuer und nicht gerade schonend mit der Wäsche. Trotzdem würde ich es auch heute noch einfacher finden, quadratische Windeln zu waschen, (solange nur eingepinkelt wurde) als Schlafanzüge und Bettwäsche. Die Windeln wurden auch selten gebügelt .
Selbst unsere Nachbarin, eine Kinderkrankenschwester, wickelte ihre Kinder nur bis zum 4. Lebensjahr und bestrafte Ihre Kids nach jedem einnässen. Diese Erziehungsmethoden halfen 1970 weder bei ihren Kindern noch bei mir.

Anscheinend waren ja selbst in Berliner Krankenhäusern Windeln umstritten und selten in Gebrauch bei größeren Kindern.

:bye: sagt Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Sa Feb 03, 2018 2:14 
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dad-hannover hat geschrieben:
...es stimmt damals waren ja Waschmaschinen noch die große Ausnahme, unheimlich teuer und nicht gerade schonend mit der Wäsche.
Moin Michael... :Hallo:
Wenn ich darüber nachdenke war es wohl eher so, daß meine Mutter damals die gewaschenen Windeln wohl auch nicht "öffentlich" auf der Gemeinschafts-Wäscheleine im Innenhof aufhängen wollte, für jeden sichtbar.
Wahrscheinlich war ihr das zu peinlich, sonst hätte sie das evtl. den neugierigen Nachbarinnen erklären müssen.
Mein Bettnässen wurde immer totgeschwiegen, also waren die Schlüpfer, Schlafanzüge und Bettlaken auf der Leine wohl "anonymer".
Auch mein Bett-Gummilaken kam nie nach draußen auf die Leine, sondern wurde immer nur über der Badewanne zum trocknen aufgehängt.

Ein Thema, über das ich bis heute nicht mit meiner Mutter (94) reden kann, sie hat das komplett ausgeblendet.
Die Zeit der 50er und 60er Jahre war eh total verlogen, eigene Meinungen waren wenig gefragt, Hauptsache die Nachbarn hatten nichts zu Tuscheln hinterm Rücken...
dad-hannover hat geschrieben:
Anscheinend waren ja selbst in Berliner Krankenhäusern Windeln umstritten und selten in Gebrauch bei größeren Kindern...
Hmm...das war wohl nicht nur in Berlin so, daran hätte ich nie wieder gedacht.

Ich war ca. 8-9 Jahre alt, also um 1960, als ich im Krankenhaus war, weil meine Mandeln entfernt wurden.
Wir waren zu viert auf einem Zimmer, und alle Betten hatten diese rotbraunen Gummiunterlagen unter dem Betttuch.
Mein Bettnachbar hat in der Woche auch 2-3 mal in´s Bett gemacht, aber keine Schwester kam auf die Idee ihn zu windeln.

Ich trug tagsüber und nachts meine eigenen Gummihosen über dicken Futterschlüpfern, so wie ich es von zu hause gewohnt war, das war für die Schwestern absolut OK.
Vielleicht auch weil ich mich selbst versorgte, keine Hilfe benötigte für das An- u. Ausziehen, meine Mutter täglich in´s Krankenhaus kam und auch meine nassen Schlüpfer mit nach hause nahm zum waschen.
Ich fand das damals auch okay, hab mir in dem Alter aber darüber auch keine Gedanken gemacht.

Auch später, als ich mit 16 eine Blindarm-OP hatte war ich fast 14 Tage im Krankenhaus, da lief das ähnlich ab. (1969)
Da lag ich aber schon mit 3 erwachsenen (alten) Männern auf einem Zimmer, aber auch da hatten alle ein Gummilaken im Bett, das war wohl Standard in der Zeit.
Mit 16 war mir aber mein Bettnässen schon peinlich, da hab ich mir am Abend meine Gummihose "heimlich" im Bad angezogen, so war sie unter dem Schlafanzug nicht gleich sichtbar.

Das "Spiel" war auch da wieder gleich, meine Ma kam täglich in´s Krankenhaus und entsorgte diskret meine Schmutzwäsche, bis heute denke ich es hat damals keiner meiner Zimmergenossen bemerkt.
Da war es mir fast peinlicher, wenn meine Mutter mir frische Schlüpfer in´s Krankenhaus brachte, sie diese für alle sichtbar in meinen Schrank packte, so sah jeder meine "Kinder- u. Mädchenschlüpfer", besonders wenn auch noch rose Futterschlüpfer darunter waren. :rotwerd:

Aber trotzdem, niemand hat mich darauf angesprochen, oder gar dumm angemacht.
Wahrscheinlich auch deshalb, weil das in der Zeit eben völlig normal war, daß die Jüngeren die Kleidung der Älteren auftrugen, wahrscheinlich war das in ihren Familien auch nicht anders.

Tja, so kommen die Erinnerungen wieder, hab ich ewig nicht mehr dran gedacht.

In diesem Sinne ~ ein schönes Wochenende ~ wünscht der Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Sa Feb 03, 2018 9:03 
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Guten Morgen Sam und andere Interessierte,
irgendwo trotz der Tabus die verhalten der Erziehungsberechtigten ähnlich. :
Zitat:
Wenn ich darüber nachdenke war es wohl eher so, daß meine Mutter damals die gewaschenen Windeln wohl auch nicht "öffentlich" auf der Gemeinschafts-Wäscheleine im Innenhof aufhängen wollte, für jeden sichtbar.
Wahrscheinlich war ihr das zu peinlich, sonst hätte sie das evtl. den neugierigen Nachbarinnen erklären müssen.
Mein Bettnässen wurde immer totgeschwiegen, also waren die Schlüpfer, Schlafanzüge und Bettlaken auf der Leine wohl "anonymer".
Auch mein Bett-Gummilaken kam nie nach draußen auf die Leine, sondern wurde immer nur über der Badewanne zum trocknen aufgehängt.


Als ich nur gelegentlich meinen Klassenkameraden besuchte war der Vorhang vor der Balkontür immer zugezogen, damit man die Windeln auf der Leine nicht sah.
Die Gummi (PVC)-Hosen waren im wurden meist im Bad aufgehangen und wurden wenn Besuch kam schnell von einem der Jungs abgenommen und in einer Box "versteckt". Wenn viel Wäsche angefallen war, hing Ihre Mutter die Windeln aber auch mal im Hof auf, was aber problemlos war, da kaum einer bei 120x120cm gesäumten Frotteetüchern an Windeln dachte. Später erzählte mir Ihre Mutter das sie früher auch die Gummihosen an Sonnenarmen Tagen mit nach draußen gehangen hat, diese dann aber manchmal geklaut wurden.

Obwohl wir in "west-Berlin" wohnten, waren hier PVC-Hosen schwer zu bekommen, weswegen die Mutter meiner Kameraden diese in Ost-Berlin einkaufte. Dort bekam sie sogar knöpfbare Gummihosen die sich als sehr praktisch für tagsüber erwiesen. Das die Folien teilweise recht peinliche Muster hatten wurde in Kauf genommen, der Zweck zählte. :rotwerd: Trotz des Tabus konnte die Mutter auch oft die "Importieren" Gummihosen und selbstgenähten Windeln verkaufen was dann sowohl peinlich als auch beruhigend war, wenn wir in den Käufern die Eltern eines Kameraden oder Mädchens von unserer Schule erkannten.

Ein schönes WE wünscht
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lange gewickelt werden?
BeitragVerfasst: Sa Feb 03, 2018 14:27 
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dad-hannover hat geschrieben:
Als ich nur gelegentlich meinen Klassenkameraden besuchte war der Vorhang vor der Balkontür immer zugezogen, damit man die Windeln auf der Leine nicht sah.
Die Gummi (PVC)-Hosen waren im wurden meist im Bad aufgehangen und wurden wenn Besuch kam schnell von einem der Jungs abgenommen und in einer Box "versteckt". Wenn viel Wäsche angefallen war, hing Ihre Mutter die Windeln aber auch mal im Hof auf, was aber problemlos war, da kaum einer bei 120x120cm gesäumten Frotteetüchern an Windeln dachte. Später erzählte mir Ihre Mutter das sie früher auch die Gummihosen an Sonnenarmen Tagen mit nach draußen gehangen hat, diese dann aber manchmal geklaut wurden...
Moin Michael... :Hallo:
So hab ich es eigentlich auch immer erlebt, sobald auch für die älteren Kinder noch Windeln und Gummihosen gebraucht wurden, verschwanden diese immer wie von Geisterhand wenn sich Besuch ankündigte.
In den meißten Familien wurde das Thema auch zum TABU, sobald Außenstehende in´s Spiel kamen.

Einzige Ausnahme war meine Tante in Bayern, die nicht nur etwas "rustikal" war, aber auch ihre Tochter gern öffentlich beschämte, sie war der Meinung das helfe dabei ihre Tochter trocken zu bekommen.
Das war natürlich absoluter Schwachsinn, hat die Situation meiner Cousine nur eher noch verschlimmert. :ohhh:
Sie hat sich, bis sie endlich mit 18 Jahren zu hause ausgezogen ist, immer nur dafür geschämt, wenn täglich ihre Wäsche, Windeln und Gummihosen im Garten auf der Leine hingen, als "Signal" für alle Nachbarn und Spaziergänger.

Von den ca. 700 Einwohnern (60er J.) des Dorfes war somit jeder stets auf dem neuesten Stand ihrer etwas besonderen Unterwäsche, die dort bis zu ihrem Auszug mit 18 auf der Leine hingen.
Es ist ein Wunder, daß meine Cousine keinen großen Schaden durch die Behandlung ihrer Mutter genommen hat, sich nach ihrem Auszug in München ein eigenes Leben aufgebaut hat, aber aus den Windeln und Gummihosen ist sie bis heute nicht heraus gekommen.
Sie ist chronische Bettnässerin geblieben, hatte auch tagsüber immer wieder Unfälle, und trägt seit sie ca. 30 ist Windeln 24/7.

Ich denke, das hat sie auch zu einem großen Teil der rüden "Erziehung" ihrer Mutter zu verdanken.

Aber schon 1975 hat mir meine Cousine gestanden, daß sie auch zur DL geworden war, auch wenn damals die Bezeichnung Windelliebhaberin noch nicht erfunden war.
Somit hatte es für sie nur 3 Jahre in "Freiheit" gebraucht, um die nötigen Windeln auch als Lustgewinn zu begreifen, was ihr Leben einfacher gemacht hat.

In diesem Sinne ~ ein schönews WE ~ wünscht der Bild


P.S.:
Eigentlich ist hier ja das Thema: " Wie lange gewickelt werden ? "

Dazu will ich noch anmerken, meine Tante hat meine Cousine noch bis zu letzten Tag für die Nacht gewickelt, obwohl sie da schon 18 Jahre alt war !
Auch das zählte zu der "Beschämung", bzw. zum Erziehungsprogramm meiner Tante.
Nur ihre manchmal nötigen Tagwindeln durfte sie seit sie ca. 16 war selbst bestimmen, aber auch nicht zu 100%.
Wenn meine Cousine länger aus dem Haus gehen wollte, und nicht nur bis zum Bäcker, fragte meine Tante oft lauthals:
"Ich hoffe du hast auch deine Windeln an..." dabei war es ihr völlig egal ob das im Beisein von Freundinnen meiner Cousine war.

Auch Windelkontrollen waren oft an der Tagesordnung, entweder beim Verlassen des Hauses, oder bei der Rückkehr, ob die Windel noch trocken oder nass war.
Kam sie mit nassen Windeln nach hause hieß es sofort:
"Geh auf dein Zimmer, ich komme gleich hoch."
Dann windelte meine Tante ihre Tochter auch schon am frühen Nachmittag, und nicht nur für Nacht.

Irgendwie denke ich, so macht man Kinder und Jugendliche auch von Windeln abhängig...

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